ARBEITSGRUPPE
KINDER PSYCHISCH UND
SUCHTKRANKER ELTERN

Abgestimmte Hilfen für die ganze Familie

Rund drei bis vier Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen mit einem psychisch kranken oder einem suchtkranken Elternteil auf. Sie können durch die Erkrankung ihrer Eltern vielfältigen Belastungen ausgesetzt sein und haben statistisch gesehen ein 3- bis 4-fach erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens selbst psychisch krank zu werden.

Diese Kinder und ihre Eltern sind ganz besonders auf ein unterstützendes soziales Umfeld und auf bedarfsorientierte, qualifizierte Hilfe und Versorgung angewiesen. Das breite Angebot an Hilfen, Leistungen und Angeboten des Sozialversicherungssystems (u.a. Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitssystem, Sozialhilfe) erreicht diese Kinder und ihre Eltern allerdings oftmals nicht ausreichend oder passgenau. Um die Situation dieser Kinder und ihrer Eltern zu verbessern, sind abgestimmte, besser zugängliche und vernetzte Hilfen für die ganze Familie notwendig.

Damit beschäftigt sich seit Februar 2018 die Arbeitsgruppe Kinder psychisch und suchterkrankter Eltern. Sie wurde, auf der Basis eines einstimmig verabschiedeten interfraktionellen Bundestags-Antrags eingerichtet und damit beauftragt, einvernehmlich Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist, zu entwickeln.

RÜCKBLICK

Kommissionen, Bundesverbände und andere gesellschaftliche Akteure machen seit Jahren auf die Situation der Kinder psychisch und suchtkranker Eltern aufmerksam und fordern, dass die Versorgung besser und nachhaltiger geregelt wird.

ARBEITSGRUPPE

Aktuell werden drei interdisziplinäre Fachexpertisen in den Bereichen Recht, Gute Praxis und Forschung erstellt, auf deren Grundlage die Arbeitsgruppe Zielperspektiven für die Erarbeitung der Empfehlungen zur Verbesserung der Situation von Kindern psychisch kranker und suchtkranker Eltern erarbeiten wird.

NEWS

4. März 2019

Aufklärungs- und Entstigmatisierungskampagne über psychische Erkrankungen gefordert

Der Vorstand des Paritätischen hat in seiner Sitzung am 25. Januar 2019 die Positionierung „Kinder psychisch kranker Eltern: Verstehen, aufklären, entstigmatisieren“ verabschiedet. […]

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30159 Hannover

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